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Wie viel Marketing brauchen Klinik und Krankenhaus?

  • Jan 12
  • 2 min read

Viele Mitarbeitende in Kliniken zucken immer noch zusammen, wenn das Wort „Marketing“ fällt. Sie denken an bunte Flyer oder Magazine, die niemand liest. Sie verkennen, dass es nicht darum geht, mehr Patienten anzulocken – davon gibt es längst genug. Es geht um etwas viel Wichtigeres: Vertrauen, Identifikation und Haltung.


Ein Krankenhaus ist eine Marke. Punkt. Hunderte oder gar tausende Mitarbeitende arbeiten unter einem Logo, einem Claim, einer Bild- und Sprachwelt. Wenn niemand damit etwas verbindet, fehlt Identifikation. Und ohne Identifikation fehlt Stolz. Fehlender Stolz schlägt sich direkt nieder: auf die Arbeitszufriedenheit, auf die Motivation, auf die Leistungsbereitschaft. Wer das ignoriert, spart am falschen Ende.

Krankenhausmarketing ist kein hübsches Beiwerk, sondern eine strategische Königsdisziplin. Denn es verbindet zwei scheinbar unvereinbare Welten: Expertise und Empathie.


Auf der einen Seite Fachärzte, Kooperationspartner, Träger und Studienverantwortliche, die messbare Kompetenz erwarten. Auf der anderen Seite Patienten, die einfache Sprache brauchen, um komplexe Entscheidungen nachvollziehen und mittragen zu können. Nur wenn beides zusammengedacht wird, entsteht Glaubwürdigkeit. Es geht um Haltung nach innen und außen.


Nach innen: Wertschätzung für die Mitarbeitenden, ihre Arbeit sichtbar machen, ein Klima schaffen, das Fachkräfte im Wettbewerb hält – auch international. Nach außen: das Bild einer Einrichtung, die nicht nur technisch auf höchstem Niveau arbeitet, sondern auch menschlich erreichbar ist.


Krankenhäuser, die Marketing ablehnen, weil „sowieso genug Patienten kommen“, verfehlen ihren Auftrag. Sie verkennen, dass es nicht um Masse geht, sondern um Klasse – in der Kommunikation genauso wie in der Behandlung. Wer Kompetenz und Empathie nicht gleichermaßen kommuniziert, verliert.


Und ja: Marketing ist Arbeit. Es erfordert Zielgruppenverständnis, adressatengerechtes Wording, Mut zur Transparenz, klare Positionierung. Aber genau das schafft Vertrauen. Vertrauen von Patienten, Vertrauen von Partnern, Vertrauen von Fachkräften. Vertrauen, das die Grundlage jeder Investition ist – ob finanziell oder menschlich.

Wer Krankenhausmarketing auf schöne Bilder reduziert, hat den Ernst der Lage nicht verstanden. Es geht nicht darum, hübscher zu wirken. Es geht darum, glaubwürdig zu sein. Und das ist heute nichts weniger als überlebenswichtig.

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